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Mit LAPIXA gegen Bilderklau: So können Sie im Internet Ihre Fotos schützen

Den Bilderklau im Internet gibt es in vielen verschiedenen Facetten. Angefangen vom eBay User, der ein Produktfoto für den Verkauf eines Artikels benötigt über den Buchautor, der für seine Illustrationen in fremden Bildern wildert bis hin zum willkürlichen Wiederverwerten von Fotos in den sozialen Medien! Wir sagen Ihnen, wie Sie im Internet Ihre Fotos schützen und anschließend Ihre Ansprüche geltend machen.

Fotos schützen: Welche Bestimmungen gibt es?

Hinsichtlich seiner Bilder und deren Veröffentlichung im Internet gibt es für den Fotografen unterschiedliche Rechte, auf die er sich berufen kann. Die Basis bildet das Urheberrecht (UrhG), das die Beziehung des Fotografen (Urhebers) zu seinem Werk (Fotos) schützt.
Beispielsweise können Sie mit dem Copyright © Ihre Fotos schützen.

Das Vervielfältigungsrecht regelt, inwieweit Ihre Werke dupliziert werden dürfen. Denn über eine Vervielfältigung entscheiden alleine Sie. Schon der Internet-Upload eines Fotos kann eine unrechtmäßige Vervielfältigung darstellen, wenn Sie zuvor nicht Ihr Einverständnis gegeben haben.

Im Sinne des Verbreitungsrechts hingegen entscheiden Sie als Urheber darüber, ob Sie Ihr Bild öffentlich zum Kauf anbieten möchten. Stimmen Sie dem zu, wird das Verbreitungsrecht nicht nur auf das Originalfoto angewendet, sondern auch auf alle Kopien, die juristisch einwandfrei erstellt worden sind.

Lizenzoptionen: Wie kann ich meine Fotos schützen?

Eine beliebte Möglichkeit, Fotos im Internet durch Lizenzen zu schützen ist die sogenannte Creative Commons (CC) Methode. Die gemeinnützige Organisation wurde 2001 in den Vereinigten Staaten gegründet. Sie bietet unterschiedliche Standardlizenzverträge an. Damit können Sie als Fotograf Nutzungsrechte an Ihren Bildern vergeben. Die Zahlen verdeutlichen, dass die CC-Lizenzen sehr populär sind. 2008 gab es bereits 130 Millionen Werke, die mit unterschiedlichen Creative Commons Lizenzen ausgestattet waren. 2011 waren alleine beim Foto-Hoster Flickr über 200 Millionen Creative Commons Fotos lizenziert.

Um Ihre Fotos zu schützen und diese mit einer passenden Lizenz auszustatten, können Sie sich an drei Entscheidungsfragen orientieren:

  • Dürfen Veränderungen vorgenommen werden? (Wenn ja, unter welcher Lizenz?)
  • Dürfen die Fotos kommerziell genutzt werden?
  • Ist eine Urhebernennung zwingend vorgeschrieben?

So besagt das Modul BY zum Beispiel, dass der Urhebername genannt werden muss. NC (Non-Commercial) wiederum bedeutet, das Werk darf für kommerzielle Zwecke nicht benutzt werden. Das ND (No Derivatives) Modul erlaubt keine Veränderungen am Bild. Mit der SA (Share Alike) Lizenz dürfen Ihre Bilder nach Veränderungen nur unter gleichen Lizenzbedingungen weitergegeben werden. Die einzelnen Module können entsprechend kombiniert werden. Statten Sie Ihr Foto mit der Lizenz BY-NC-ND aus, ist eine Namensnennung vorgeschrieben, das Bild darf nicht kommerziell genutzt und keine Bearbeitung vorgenommen werden. Möchten Sie Ihr Foto ohne Einschränkungen weitergeben, wählen Sie die Lizenz CC0 (kein Copyright).

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Fotos schützen in den sozialen Netzwerken

In einem Interview mit dem Onlinedienst „Basic Thinking“ erklärte kürzlich Ralph Oliver Gräf, Fachanwalt für Medien- und Urheberrecht, dass man sich in sozialen Netzwerken gegen Bilderklau nur bedingt schützen könne. „Im Moment der Registrierung gehe ich als User eines sozialen Netzwerks einen freiwilligen Vertrag ein“, so der Jurist. „Schließlich lassen sich die sozialen Netzwerke vom User nicht ausschließliche Nutzungsrechte einräumen. Damit können sie die Bilder in gewissen Fällen auch selber nutzen.“

Wer Facebook verwendet, gewährt dem Zuckerberg-Netzwerk „eine nicht exklusive, übertragbare, unterlizenzierbare, gebührenfreie, weltweite Lizenz zur Nutzung jedweder IP-Inhalte“, die auf bzw. im Zusammenhang mit Facebook gepostet werden. Ihre Inhalte kann Facebook somit weiterverkaufen oder kommerziell verwenden. Jeder Nutzer reicht dieses Recht mit seiner Registrierung an Facebook weiter. Möchten Sie dies verhindern, bleibt nur die Löschung des Profils.

Auch bei WhatsApp heißt es, dass Sie als Nutzer dem Messenger-Dienst „eine weltweite, nicht exklusive, gebührenfreie, unterlizenzierbare und übertragbare Lizenz zur Nutzung, Reproduktion, Verbreitung, Erstellung abgeleiteter Werke, Darstellung und Aufführung der Information (einschließlich der Inhalte)“, die Sie über den Dienst hochladen, übermitteln, speichern, senden oder empfangen, überlassen. Somit kann WhatsApp jene Bilder, die Sie mit privaten Personen geteilt haben, weiterverbreiten und auch verkaufen.

Instagram musste AGBs anpassen

Am 5. Oktober 2017 berichtete der Berliner „Tagesspiegel“ darüber, dass Verbraucherschützer in Deutschland 18 unfaire Bedingungen in den AGBs von Instagram abgemahnt hatten. Betroffen war zum Beispiel der Punkt, dass juristische Auseinandersetzungen mit Instagram nur vor Gerichten in Kalifornien ausgetragen werden durften und nicht vor Gerichten im Herkunftsland des Users. Außerdem legte Instagram früher das kalifornische Verbraucherrecht zu Grunde. Dies ist zum Teil viel weiter gefasst als das deutsche Pendant. Am wichtigsten für Fotografen allerdings waren die weitreichenden Nutzungsrechte an den Bildern, die Instagram zustanden. Dadurch durfte der Online-Dienst sogar mit Content werben.

Doch Instagram fackelte nicht lange und bearbeitete schon im November 2017 die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. User aus der EU dürfen nun Gerichte an Ihrem Wohnort anrufen, sollte es zu Streitigkeiten mit dem Unternehmen aus Kalifornien kommen. Bezüglich der Fotos heißt es jetzt auch auf Instagram, dass Sie dem Unternehmen „eine nicht exklusive, unterlizenzierbare, weltweite Lizenz zur Nutzung der Inhalte“, die Sie auf Instagram posten, gewähren. Sobald Sie Ihre Inhalte löschen, soll auch die Lizenz obsolet werden.

Landgerichtsurteil: Meilenstein für Fotografen

Ein Meilenstein für Fotografen ist das Urteil des Landgerichts München vom 17. September 2017 (Az.: 142 C2945/17). Dabei ging es um einen Politiker, der auf Facebook zwei Bilder eines Parteikollegen geteilt hatte. Da er sich zuvor nicht darüber informierte, ob der Urheber der Bilder dem Spezi die Zustimmung zur Facebook-Veröffentlichung gegeben hatte, entschied das Landgericht zugunsten des Fotografen: Das Teilen auf Facebook stellt im Sinne des Urhebergesetzes eine eigenständige Handlung dar. Die Urheberrechte des Fotografen werden durch das Teilen der Fotos im Facebook-Profil des Politikers verletzt, da die Fotos für Profilbesucher ohne weitere Zwischenschritte zu sehen waren. Deutsche Gerichte und auch der Europäische Gerichtshof sind der Meinung, dass jemand, der Fotos im Internet veröffentlicht, zuvor auch die erforderlichen Rechte prüfen muss.

Bilder schützen vor dem Hochladen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie Sie Bilder schon vor dem Hochladen wirksam schützen können. Dazu gehört auf jeden Fall das Erstellen von Wasserzeichen. Arbeiten Sie Ihren Schriftzug oder ein Logo semi-transparent in das Foto ein, ist es für einen Bilddieb ziemlich mühsam mit einem Bildbearbeitungsprogramm wie Photoshop das Wasserzeichen zu entfernen.

Auf Ihrer eigenen Webseite können Sie Ihre Bilder auch durch technische Kniffe schützen. Beispielsweise durch das Unterdrücken des „Speichern unter“ via Maus-Rechtsklick. Mit ein paar Zeilen JavaScript Code setzen Sie dies in die Tat um. Legen Sie mit CSS Overlays einen weiteren Layer über Ihr Foto, kommt der User ebenfalls nicht automatisch per Rechtsklick auf das Bild.

Bilder schützen plus SEO mit Copyright

Wirkungsvoll und wichtig ist das Anzeigen des Copyright. Dies kann als Wasserzeichen geschehen oder als prägnanter Texthinweis über einer Galerie. Dort können Sie Urheberrechtshinweise ebenso ergänzen wie den Hinweis auf juristische Konsequenzen. Hinterlassen Sie im ALT- und TITLE-Attribut Ihres Fotos nicht nur eine Copyright-Angabe, sondern auch eine aussagekräftige SEO-Beschreibung des Bildes, geben Sie Suchmaschinen und Usern wichtige Hinweise.

Beachten Sie dabei die folgenden Aspekte:

  • Können Suchmaschinen den Bildinhalt mit meinem Content besser verstehen?
  • Habe ich das Keyword sinnvoll integriert?
  • Kann der Nutzer mit der Beschreibung das Bild besser einordnen?
Auch Screenshots fallen unters Urheberrecht

Heiß diskutiert wird immer wieder die Frage, ob Screenshots im Internet veröffentlicht werden dürfen. Auch hierzu gibt es eine klare rechtliche Regelung. Es gelten nämlich die Grenzen des Urheberrechts. Zeigt der Screenshot ein urheberrechtliches Werk, also zum Beispiel Ihr Foto, benötigt der Nutzer Ihre Zustimmung als Urheber. Geht es nur um das Design von Webseiten, wird meistens der urheberrechtliche Schutz verneint. Dann ist nämlich die so genannte notwendige Schöpfungshöhe nicht erreicht. Es sei denn die Internetseite ist mit außergewöhnlichen Designelementen künstlerisch aufwendig gestaltet.

Haben Sie im Internet ein Foto entdeckt, dass ohne Ihre Zustimmung verwendet wird, können Sie eine Reihe von Ansprüchen geltend machen. Schließlich führt der Bilderklau, also die Verletzung von Bildrechten zu Zahlungs- und Unterlassungsansprüchen. Beim Finden von geklauten Bildern und dem Durchsetzen Ihrer Rechte hilft Ihnen LAPIXA. Wir decken für Sie kostenfrei jede Lizenzrechtsverletzung auf und setzen Ihr Recht juristisch durch!

Unter lapixa.de/fotografen finden Sie weitere Informationen.