Produktfotografie

Professionelle Produktfotografie: So hauchen Sie der Stille Leben ein!

Der kleine, aber feine Unterschied liegt nicht nur im Auge des Betrachters: Bei der professionellen Produktfotografie sollten Sie sich stets an die Basics halten. Doch für das perfekte Produktfoto braucht es mehr: Ein im Vorfeld definiertes Konzept, eine gewisse Portion Kreativität, das richtige Equipment, aber auch ein gutes Gespür für den richtigen Moment. Wir verraten Ihnen, wie die perfekte Produktfotografie gelingt!

Produktfotografie auf den ersten Blick

Fällt Ihnen spontan eine gute Werbekampagne ein, in der ein Produkt perfekt in Szene gesetzt wurde? Hier merkt man, dass das Auge “mitkauft”, denn ein optimales Produktfoto kann genauso viele Emotionen wecken, wie ein lachendes Baby oder ein niedlicher Hundewelpe. Wenn Produktfotografie durch eine tolle Gesamtatmosphäre die richtigen Gefühle beim Betrachter auslöst, ist ein großer Teil der Marketingstrategie bereits erfüllt. Das Produkt bleibt im Mindset hängen und der Wunsch es zu kaufen, verstärkt sich. Als Fotograf haben Sie also die große Aufgabe, die Produkte Ihres Auftraggebers perfekt abzulichten.

Doch bevor Sie sich überhaupt mit den Details des Fotos beschäftigen, muss ein Plan her. Ohne ein Konzept, das eine Definition der Zielgruppe, Details zum Marketingkonzept und zur Werbeaussage sowie eine Strategie zur (langfristigen) Weiterverwendung der Produktfotos beinhaltet, ist ein erneutes Shooting bereits vorprogrammiert. Nur wenn Sie im Vorfeld alle Einzelheiten zum Produkt wissen, können Sie eine Vorstellung von kunstvoller Produktfotografie entwickeln. Scheuen Sie sich also nicht davor, alle für Sie wichtigen Informationen bei Ihrem Auftraggeber anzufordern und nachzuhaken, falls Ihnen etwas unklar ist.

“Schuster, bleib bei deinen Leisten”: Halten Sie sich an die Basics der Produktfotografie

Sie haben es sich schon gedacht: In der Produktfotografie bewährt sich der Einsatz von professionellem Equipment. Eine Vollformatkamera und vor allem die Nutzung von Profi-Objektiven sind empfehlenswert, da Standardobjektive mit 18-55 mm die Erwartungen nicht immer erfüllen können. Für recht kleine Produkte bewährt sich ein Makro-Objektiv mit Abbildungs-Maßstab 1:1. Doch die professionelle Ausrüstung allein macht noch kein gutes Produktfoto.

Hinzu kommt das Zusammenspiel aus Licht und Schatten – sprich die perfekte Ausleuchtung. Diese hängt zum einen an der Wahl der Location – nämlich ob das Produktfoto Outdoor oder im Fotostudio geshootet wird. Nutzen Sie stets unterschiedliche Lichtformer, um eine optimale Ausleuchtung zu erreichen. Je nach Produkt kann schon eine Leuchte und ein Ausleuchter ausreichen. Achten Sie zudem immer auf Schattierungen, Spiegelungen und Reflexionen, denn diese wirken sich positiv oder negativ auf das Gesamtbild aus!

Übrigens: Ein Produktfoto aus dem Studio ist nicht gleichzeitig “langweilig”, denn eine harmonische Ausstattung mit passenden Requisiten erzeugt eine tolle Atmosphäre, wirkt sehr professionell und besonders “catchy”. Doch der Betrachter sollte den Fokus auf das Wesentliche legen – nämlich das Produkt! Halten Sie die Umgebung bzw. den Hintergrund also eher schlicht und zurückhaltend. Kleiner Tipp: Nutzen Sie ein transportables Mini-Studio! Die Whitebox-Lösung können Sie – zum Shooten kleinerer Produkte – einfach mit zum Kunden nehmen und zudem die Bilder später mit dem Bearbeitungsprogramm freistellen.

Alles eine Frage der Perspektive!

Damit Ihr Produktfoto kein Zufallstreffer wird und Sie auch mehrfach qualitativ hochwertige Fotos aus derselben Perspektive erstellen können, sollten Sie grundsätzlich ein Stativ nutzen. Nur so garantieren Sie scharfe Bilder! Der Klassiker: Ein Dreibein-Stativ gibt gute Standfestigkeit und ist universell für In- oder Outdoor Aufnahmen einsetzbar. Ein klemmbares Stativ – oder auch Gorillapod genannt – können Sie beispielsweise am Fototisch befestigen. Für Produktfotografie im Freien: Mit einem Bohnensack können Sie sehr einfach wackelfreie Bilder erstellen.

In der Produktfotografie für Online Shops werden die Produkte oftmals von allen Seiten abgelichtet, damit der potentielle Käufer sie rundum begutachten kann. Mit einfachen Drehtellersystemen können Sie in der 360° Grad Produktfotografie ein hochwertiges Ergebnis erzielen. Achten Sie bei der Wahl Ihres Fotodrehtellers darauf, dass das System sanft beschleunigt und bremst – besonders, wenn Sie wackelige oder bewegliche Produkte fotografieren.

Eine gute Nachbereitung per Photoshop oder Lightroom ist hilfreich, aber ein gutes Produktfoto entsteht bereits, wenn Sie während des Shootings nicht ausschließlich auf das Kameradisplay schauen, sondern das Bild direkt am Rechner betrachten. Damit entfällt der ständige Wechsel der Speicherkarte und Sie können direkt die erste Bildbearbeitung am Computer vornehmen. Achten Sie beim Kauf Ihrer Kamera darauf, dass diese das “Tethered Shooting” unterstützt – dann können Sie die Kamera direkt mit Ihrem PC oder Macbook über ein Kabel verbinden.

Produktfotografie mit Gespür für den richtigen Moment

Ein Produkt zu fotografieren, vermag auf den ersten Blick recht einfach zu sein. Keine Bewegung im Bild, keine Mimik und – je nach Wahl des Ortes – keine äußeren Störquellen. Doch um ein Produkt realitätsnah mit all seinen Facetten ablichten zu können, brauchen Sie mehr als die Basics und eine gute Kamera. Auf Ihr Gespür, Ihre Erfahrung und Ihre Neugier kommt es an! Lassen Sie sich während des Shootings von Ihrem im Vorfeld festgelegten Konzept leiten, aber nutzen Sie die Gunst der Stunde und probieren Sie Neues aus. Wie wäre es, wenn Sie das Produkt aufhängen, auf den Kopf drehen oder eine ungewöhnliche Perspektive wählen? Hier fängt kreative Produktfotografie an! Und damit Ihre professionellen Produktfotos ausschließlich in die Hände Ihrer Kunden fallen, können Sie mit LAPIXA Ihre Bildrechte wahren! Decken Sie mögliche Lizenzrechtsverletzungen kostenfrei auf und setzen Sie Ihr Recht juristisch durch! Mehr Infos unter LAPIXA.de/fotografen.